Erweiterte WBV-Präsidiumssitzung: Zukunft des Basketballs in NRW

Zukunftskonferenz, Regionalkonferenzen, erweiterte Präsidiumssitzung – der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) arbeitet aktiv an der zukunftsorientierten Neuausrichtung des Basketballsports in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen einer erweiterten Präsidiumssitzung in Hagen diskutierte das Präsidium des WBV am Sonntag, 11. März 2018 gemeinsam mit den Kreisvorsitzenden die Umsetzung der Ergebnisse der Regionalkonferenzen.

Von 22 Basketballkreisen waren 18 in Hagen vertreten. Das starke Interesse zeigt, wie wichtig es allen Beteiligten ist, auf die dramatisch sinkende Zahl an Schiedsrichtern und den teilweise rudimentären Spielbetrieb auf Kreis- und Bezirksebene zu reagieren.

Zusammenarbeit ist wichtig

"Die Zusammenarbeit von Verband und Kreisen ist nicht nur erwünscht, für eine erfolgreiche Zukunft des schönsten Sports der Welt ist das gemeinsame Handeln zwingend erforderlich, daran gibt es keine Zweifel", so WBV-Präsident Uwe J. Plonka. "Ohne die Unterstützung der Basketballkreise ist die Ausbildung des Schiedsrichternachwuchses gar nicht möglich – und wer soll die Mädchen und Jungen in den Grundschulen für Basketball begeistern? Das kann nur vor Ort passieren." Aus diesem Grund haben WBV und Basketballkreise die Gründung einer Task Force beschlossen, die in einem ersten Schritt die gemeinsamen Schnittstellen sowie in einem zweiten Schritt Aufgaben und Verantwortlichkeiten eindeutig festlegen soll. Damit wird die Frage "Wer ist eigentlich für was zuständig?" in Zukunft der Vergangenheit angehören. Die neue Task Force trifft sich zum ersten Mal direkt nach Ostern.

E-Learning für Schiedsrichter

Konkret sind bereits die ersten Maßnahmen im Schiedsrichterwesen: LSE-Schiedsrichter dürfen ab sofort neben Kreisligapartien im Damen- und Herrenbereich auch Jugendspiele U16 und U18 auf Kreisebene sowie Partien der Bezirksliga Damen leiten. Darauf einigten sich die Teilnehmer der erweiterten Präsidiumssitzung einstimmig – die Umsetzung erfolgt auf Kreisebene. Darüber hinaus bietet der DBB ab dem 1. April 2018 ein E-Learning für angehende LSE-Schiedsrichter an. Das Lernprogramm ist auf acht Stunden ausgelegt und wird mit einer theoretischen Prüfung direkt am Computer abgeschlossen. Es ersetzt die bisher vorgesehenen zwei Präsenzwochenenden. Nur die praktische Prüfung findet noch in der Halle statt. Mit dieser Maßnahme wird der zeitliche Aufwand zur Erlangung der LSE-Schiedsrichterlizenz deutlich reduziert.

Attraktiver Spielbetrieb für die Damen

Der Spielbetrieb im Damenbereich nimmt in einigen Basketballkreisen immer kuriosere Formen an, da die Zahlen der gemeldeten Mannschaften in der Kreisliga und in der Bezirksliga sehr stark schwanken. Um für alle Teams attraktive Gegner und spannende Spiele zu ermöglichen, sollen die Kreis- und Bezirksligen zukünftig in gemeinsamen Bezirksligen spielen, die wiederum nach Regionen eingeteilt sind. 14 Kreisvorsitzende haben bereits zugesagt, die Maßnahme zu prüfen und nach Möglichkeit gemeinsam mit den betroffenen Vereinen schon in der kommenden Saison umzusetzen. "Die Spielbetriebsreform ist der richtige Schritt. Natürlich müssen die Kreisvorsitzenden jetzt erst mit den Vereinen sprechen", erläutert Uwe J. Plonka das weitere Vorgehen.

Insgesamt waren sich alle Teilnehmer der erweiterten Präsidiumssitzung in Hagen einig, dass der Basketball in NRW auf einem guten Weg ist – und den möchte der Präsident des WBV gerne weiter begleiten: Am Rande der Sitzung wurde bekannt, dass Uwe J. Plonka auf dem WBV-Verbandstag am 8. Juli 2018 in Münster für eine zweite Amtszeit kandidieren wird.

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Veröffentlicht
11:38:00 16.03.2018
Lars Lottermoser