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 Letzte Aktualisierung:::_ 01.01.1970, 1:00
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NEWSFLASH  
Schiedsrichter-Lehrgänge

Die Daten (Datum und Orte) der Schiedsrichter-Lehrgänge können im Veranstaltungskalender des Kreises nachgelesen werden.
Weitere Termine werden im BBK Paderborn angeboten, Kontakt über den dortigen Kreis-Schiedsrichterwart Gerrit Helling.


Pre-Game-Conference
Im Download-Bereich steht ein Link zu einer ausdruckbaren Pre-Game Conference-Card bereit !!!

Bedeutung des Spiels und Besonderheiten
Grundlegende Absprachen für das Spiel
Spielfeld-Aufteilung
Foulentscheidungen
Administration
Besondere Situationen

Quelle: WBV-Schiedsrichter-Fortbildung[ nach oben ]

Kommunikationstraining - Erfolgreiche Kommunikation mit Spielbeteiligten

1. Allgemeine Kommunikationsprinzipien

Wir machen uns ein Bild von uns. Wir handeln aufgrund dieses Selbstbildes. Dieses Selbstbild muss mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmen.

Wenn uns jemand positiv sieht, erhöht das unser Selbstwertgefühl, wenn uns jemand negativ sieht, gefährdet das unser Selbstwertgefühl. Jeder Angriff auf unser Selbstwertgefühl führt zu einem Nicht-OK-Gefühl. Dieses Gefühl erschwert die Kommunikation. Jede Wertschätzung unserer Person oder Anerkennung unserer Leistung (Lob) erhöht unser Selbstwertgefühl, fördert also die Kommunikation. Erfolgreich kommunizieren heißt: das Selbstwertgefühl des anderen achten.

Optimal kommunizieren heißt, die Bedürfnisse des anderen zu (be-)achten und richtig zu motivieren. Jemanden motivieren heißt, jemanden dazu zu bewegen, ein von mir gewünschtes Verhalten an den Tag zu legen.

Jede Kommunikation verläuft auf zwei Ebenen, der Inhaltsebene und der Beziehungsebene, wobei letztere erstere definiert.

Wir kommunizieren immer. Wir kommunizieren nicht nur verbal, sondern auch non-verbal (Körpersprache). Die körpersprachliche Information macht den Großteil der Botschaft aus und bestimmt die verbale Information. Mit der Körpersprache drückt unser Körper seinen Zustand und seine Beziehung zur Außenwelt aus. Deshalb können wir unsere innere Einstellung zwar verschweigen, aber nicht verheimlichen!

Wahr ist nicht, was man sagt. Wahr ist, was der andere hört! Deshalb: Rückkoppelung vornehmen und Missverständnisse klären. Im Zweifelsfalle gar nichts sagen, lieber erstmal etwas fragen!

Mut, sich auch mal zu "Zweinigen" (Birkenbihl) - Let's agree to differ !

2. Spezielle Folgerungen für die Schiedsrichtertätigkeit

Kommuniziere bewusst, dann kommunizierst Du erfolgreich. Es gibt immer drei Meinungen: Deine, die des Anderen und die richtige. Die Meinung der SR ist zwar aus praktischen Gründen maßgeblich, aber deswegen ist sie noch lange nicht die richtige!

Lasse Dich nicht von Deinen (Stress-)Hormonen beherrschen. Unterscheide Kritik an Dir als Mensch und rollenbezogene Kritik.

Wenn das Spiel läuft, sind alle beschäftigt; in den Pausen haben sie viel Zeit für unerfreuliche Kommunikation. Also: halte das Spiel (vor allem in heikler Situation) am laufen!

Das Spiel ist wichtig, nicht Du; nur schlechte Schiedsrichter stehen im Mittelpunkt. Schiedsrichter sollen nur reagieren, nicht selber agieren!

a) Kommunikation mit Trainern
b) Kommunikation mit Spielern
c) Kommunikation mit Kampfrichtern
d) Kommunikation mit Ersatzspielern und Mannschaftsbegleitern
e) Kommunikation mit Zuschauern
f) Verhalten nach einem schlechten Pfiff
g) Technisches Foul

Deshalb ist De-Eskalation, freundliche Kooperation mit allen Spielbeteiligten und eine klare konsequente Linie (Berechenbarkeit) Voraussetzung für bessere Kommunikation als Schiedsrichter.

Quelle: WBV-Schiedsrichter-Fortbildung[ nach oben ]

Lösungsvorschläge zur Halleneinheit "Trainer-Aktionen"

Situation 1: Trainer kommentiert jede Aktion, indem er ein Foul oder Regelübertretung fordert.
Situation 2: Trainer begleitet eine Schiedsrichter-Entscheidung mit übertriebenem Applaus.
Situation 3: Trainer winkt sich einen Schiedsrichter herbei, stellt eine Frage, dreht sich bei der Antwort jedoch weg.
Situation 4: Trainer unterhält sich mit seinen Spielern und/oder seinem Co-Trainer deutlich wahrnehmbar über die Schiedsrichter.
Situation 5: Trainer beschwert sich bei einem der Schiedsrichter über dessen Kollegen.
Situation 6: Trainer regt sich lautstark über gegnerische Spieler auf.
Situation 7: Trainer folgt Schiedsrichter im Mannschaftsbank-Bereich bis an die Grundlinie und "tötet" ihn mit seinem Blick.
Situation 8: Trainer tanzt seinen "Ich-Ärgere-Mich"-Tanz an der Seitenlinie.
Situation 9: Trainer coacht derart intensiv, dass er im Feld bzw. vor dem Kampfgericht steht.
Situation 10: Nachdem die SR bei einer Auszeit zusammen gekommen sind, kommt der Trainer auf sie zu und will mit ihnen reden.
Situation 11: Trainer redet beim Freiwurf im Rücken bzw. von der Seite des Schiedsrichters auf diesen ein.
Situation 12: Trainer gerät in Rage, weil er zum wiederholten Mal Probleme mit dem Kampfgericht hat.
Situation 13: Trainer war bislang das gesamte Spiel ruhig, bis er sich plötzlich in einer Situation aufregt und dies lautstark äußert.
Situation 14: Nach einer Foulanzeige reagiert der Trainer mit einer abfälligen Geste in Richtung des aktiven Schiedsrichters.

Quelle: WBV-Schiedsrichter-Fortbildung[ nach oben ]

Valentin Lazarov: Die Grundidee des modernen Schiedsrichterns

In den letzten Jahren hat Basketball weltweit eine außergewöhnliche Weiterentwicklung und einen Zugewinn an Popularität erfahren.

Zeitgemäßes modernes Basketball ist eine spektakuläre und abgestimmte Kombination von ungeheurer Geschwindigkeit, außergewöhnlichen athletischen Fähigkeiten, aggressiver Verteidigung und hervorragender Technik der Spieler.

Selbstverständlich hängt die Entwicklung des Basketballspiels eng mit der Entwicklung des Schiedsrichterns zusammen. Deshalb muss man, wenn man vom "modernen Basketball" spricht, auch vom "modernen Schiedsrichtern" sprechen. Modernes Schiedsrichtern beinhaltet neue zusätzliche Anforderungen an die Schiedsrichter.

Mit diesem Artikel möchte ich die neu hinzugekommenen Anforderungen an die Schiedsrichter aktualisieren und strukturieren. Schließlich sind die Schiedsrichter stark an der Umsetzung der Entwicklung des Spiels auf dem Spielfeld beteiligt.

Faktoren, welche die Leistung eines Schiedsrichters beeinflussen
Im modernen Basketball setzt sich die Leistung eines Schiedsrichters aus einer Fülle von direkten und indirekten Merkmalen zusammen, welche die Leistung der Schiedsrichter beeinflussen. Man kann die Summe der einzelnen Fähigkeiten und die Faktoren, die sich auf alle Fähigkeiten auswirken, mit der folgenden Formel ausdrücken: Q = (A+B+C+D+E+F+G+H) • X • Y • Z.

Natürlich darf man sich dies nicht als Formel im mathematischen Sinn vorstellen, es soll eher eine Beschreibung sein. Sie repräsentiert allerdings die Themen und Eigenschaften, auf die sich junge und aufstrebende Schiedsrichter konzentrieren müssen, um eine perfekte Leistung auf dem Weg zum Spitzenschiedsrichter erbringen zu können. [...]

Im Folgenden bringe ich eine kurze Zusammenfassung zu jedem dieser Merkmale und gehe nur auf das Wichtigste ein. Eigentlich müssen für die Vorstellung jedes dieser Punkte zwischen einer und vier Stunden aufgewendet werden, einschließlich visuellen Materials und Beispielen aus der Praxis.

Q = Qualität der Schiedsrichterleistung
A = Körperliche Fitness
B = Anwendung der richtigen Kriterien bei der Beurteilung von körperlichen Kontakten
C = Verstehen der Psychologie der Spieler, Trainer und Zuschauer
D = Kenntnis der Regeln und Interpretationen
E = Kenntnis von Angriffs- und Verteidigungssystemen
F = Teamfähigkeit
G = Kenntnis der Schiedsrichtertechnik
H = Kenntnis der Kampfrichterarbeit
X = Faktor für Talent und Persönlichkeit
Y = Faktor für Ehrgeiz, starken Willen und Mut
Z = Faktor für persönliche Begabung

Schlussbemerkungen
Dieser Artikel ist hauptsächlich gerichtet an

  • junge und ehrgeizige Schiedsrichter
  • FIBA-Kandidaten oder frischgebackene FIBA-Schiedsrichter
  • Referenten bei Schiedsrichterlehrgängen
Ich wollte hiermit aufzeigen, dass Schiedsrichter, die diesen neuen Herausforderungen des derzeitigen Basketballs gerecht werden wollen, genauso wie die Spieler regelmäßig an sich arbeiten und sich professionell verhalten müssen.

"Derjenige, der sich nicht vorwärts bewegt, fällt zurück!"

Wir wissen, dass dies hart und sehr schwierig ist, manchmal sogar schmerzhaft, aber dieser gesamte Aufwand ist erforderlich, falls ein Schiedsrichter Basketball wirklich liebt und bestrebt ist, die Weiterentwicklung des Spiels durch sein Schiedsrichtern zu fördern und nicht zu behindern.

Quelle: DBB-Rulesletter 1-2/2007 (Übersetzung aus FIBA Assist Nr. 24, Februar 2007)[ nach oben ]

Antizipation - Der Schlüssel zur richtigen Entscheidung

Manche falsche Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters wie nicht geahndetes Goaltending, falsche Einschätzung einer Charging-Situation oder ganz einfach eine nicht richtig beobachtete Buzzerbeater-Situation beruht schlicht darauf, dass der Schiedsrichter von der Aktion überrascht wurde.

Der Schlüssel zur richtigen Entscheidung liegt also darin, eine mögliche Spielentwicklung vorauszusehen und damit geistig und reaktiv auf sie vorbereitet zu sein. Wohlgemerkt - nicht die Entscheidung soll vorausgesehen werden, sondern die mögliche Entwicklung einer Ausgangssituation!

Hier einige Situationen, deren jeweils mögliche Entwicklungen vom Leser skizziert werden sollen:

A5 wird bei der Korbwurfbewegung von B5 gefoult und kommt noch zum Wurf
Weitere Beispiele

Aktionen um die Korbwurfbewegung
Die Überlagerung eines Korbwurfs mit einem Signal, Pfiff oder anderen Aktionen zählt zu den heikelsten Situationen, denen einen Schiedsrichter ausgesetzt sein kann: Zum einen beinhalten sie oft ein unerwartetes Überraschungsmoment, zum anderen herrscht großer Erwartungsdruck auf den Schiedsrichter, da jeder in der Halle die Situation sieht und eine sofortige - und natürlich subjektiv günstige - Entscheidung erwartet.

Die Schilderung derartiger Situationen ist - im Gegensatz zur realen Situation - ziemlich "trocken". Wir empfehlen daher, die folgenden Situationen fallweise zu lesen, sie sich dann bildlich vorzustellen und sofort eine Entscheidung zu treffen. Anschließend sollte die Entscheidung in Ruhe begründet, bzw. gegebenenfalls mit Hilfe der Regelunterlagen berichtigt werden - was im Regeltraining schließlich unproblematisch ist ...

Situation 1
Situation 2
Situation 3
Situation 4

Quelle: DBB-Rulesletter 4/2006 + DBB-Rulesletter 2/2007

Weitere Informationen zu diesem Thema:   Download-Bereich[ nach oben ]

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