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Schiedsrichter-Lehrgänge
Die Daten (Datum und Orte) der Schiedsrichter-Lehrgänge können im Veranstaltungskalender des Kreises nachgelesen werden. Weitere Termine werden im BBK Paderborn angeboten, Kontakt über den dortigen Kreis-Schiedsrichterwart Gerrit Helling.
Pre-Game-Conference Im Download-Bereich steht ein Link zu einer ausdruckbaren Pre-Game Conference-Card bereit !!!
Bedeutung des Spiels und Besonderheiten
- Spitzenspiel, Abstiegsduell, Lokalderby, "verfeindete" Mannschaften
- Absprache Spieler-relevanter Aspekte (z.B. Schlüsselspieler, Zerstörer, Provokateur)
- Besonderheiten in vorherigen Spielen (z.B. negative Erfahrungen oder Probleme, Rangeleien)
- Verhalten von Trainern, Spielern, ggf. Zuschauern und Umgang damit von Seiten der Schiedsrichter
Grundlegende Absprachen für das Spiel
- Abgleich der Schiedsrichter-Philosophie ⇒ großzügig, konsequent, ignorierend, agierend etc.
- Akzente zu Spielbeginn setzen, dann aber Gleichmäßigkeit beachten !!!
- Foullinie ⇒ großzügig, kleinlich etc., aber gleichmäßig !!!
- Umgang mit Regelübertretungen (Schrittfehler, 3-Sekunden, Anzählen der 5 und 8 Sekunden etc.)
- Vorgehen bei Fehlverhalten von Trainern und Spielern: mildest mögliches Mittel, aber keine Toleranz bei Beschimpfungen
⇒ Ermahnung, Verwarnung, Technisches Foul, Disqualifikation?
- Abstimmung der Zuständigkeit bei Zeitsignalen (Viertel-/Spielende, 24-Sekunden) ⇒ Folgender SR
- Kontrolle des Mannschaftsbank-Bereiches: Coaching Box! Keine Diskussionen mit Trainern
- Blick-Kontakt während des gesamten Spiels (besonders während des laufenden Spiels)
Spielfreigabe nach Wechsel oder Auszeit durch Daumen oder Nicken
- Zeichen vereinbaren für besondere Situationen (z.B. Foullinie anziehen, Pärchenbildung)
- Spielkleidung ⇒ Trikot in der Hose, keine T-Shirts unter Trikot (nur Shortsleeves)
Spielfeld-Aufteilung
- Positionswechsel per Blickkontakt (regulär und bei Besonderheiten wie Konflikte mit Trainern)
- Switching bei Übergang 3/4 (Lower Three) ⇒ vorderer Schiedsrichter übernimmt bei Penetration zum Korb, der folgende Schiedsrichter bleibt in Rechteck 3 bis zur Wurfaktion, ist bei Drive sofort weg
- Hilfe bei Press-Verteidigung durch den vorderen Schiedsrichter spätestens an der Mittellinie
- Abstimmung der Linien-Zuständigkeiten bei Ausbällen
Foulentscheidungen
- Abgrenzung Charge / Block: bei 50/50 ⇒ Offensivfoul
- Technische Fouls frühzeitig (wenn nötig); bei knappem Spielstand am Spielende nur, wenn unbedingt notwendig
⇒ Der SR, der das T-Foul gibt, führt die Freiwürfe aus (Vermeidung von Konflikten durch unnötige Diskussionen)
- Hilfe bei Foul mit Korberfolg und Verhalten bei gleichzeitigem Pfiff
- Bestimmung von Einwurfpunkt oder Freiwerfer (kurze Beratung mittels Handzeichen oder verbal)
- Flopping ⇒ Erst Ermahnung, bei Wiederholung Technisches Foul
- Auslegung von Unsportlichen Fouls ⇒ Kriterien: Keine Chance auf Ballgewinn oder Trikothalten, Überhärte oder Unterlaufen, Nachfoul oder Stop-the-Clock-Foul (nur bei gestoppter Spieluhr)
- Stop the Clock ⇒ keine Interpretation von Vorteil oder Nachteil (Entscheidung an der Freiwurflinie)
Administration
- Spielerwechsel korrekt und großzügig durchführen (jedoch über den Tisch, Trikots in der Hose)
- Bei Auszeiten erst Spielrichtung oder Freiwürfe und Werfer anzeigen, dann zwecks Absprache und Team-Auftritt zusammen-kommen (auf halber Wegstrecke)
- Keine Bonuszeit nach Auszeiten (Ermahnung, dann weitere Auszeit)
Besondere Situationen
- Handchecking, nah bewachter Spieler (besonders am Aufbau)
- Posting-up im Low-Post (Halten, Einhaken etc.), Schrittfehler von Centern
- Blöcke / Charging, besonders auf der Weakside
- Stören des Balles über Ringniveau, Goaltending und Interferences: bei 50/50 ⇒ Pfiff des folgenden SR
- Rebound-Verhalten (Over the back), Hilfe des FS bei Ausbällen nach Rebound
- Beleidigungen - Tätlichkeiten - Fighting ⇒ Wer macht was?
- Bei Problemen mit der Game-Clock zusammenkommen und besprechen ⇒ Entscheidung
| Quelle: WBV-Schiedsrichter-Fortbildung | [ nach oben ] |
Kommunikationstraining - Erfolgreiche Kommunikation mit Spielbeteiligten
1. Allgemeine Kommunikationsprinzipien
Wir machen uns ein Bild von uns. Wir handeln aufgrund dieses Selbstbildes. Dieses Selbstbild muss mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmen.
Wenn uns jemand positiv sieht, erhöht das unser Selbstwertgefühl, wenn uns jemand negativ sieht, gefährdet das unser Selbstwertgefühl. Jeder Angriff auf unser Selbstwertgefühl führt zu einem Nicht-OK-Gefühl. Dieses Gefühl erschwert die Kommunikation. Jede Wertschätzung unserer Person oder Anerkennung unserer Leistung (Lob) erhöht unser Selbstwertgefühl, fördert also die Kommunikation. Erfolgreich kommunizieren heißt: das Selbstwertgefühl des anderen achten.
Optimal kommunizieren heißt, die Bedürfnisse des anderen zu (be-)achten und richtig zu motivieren. Jemanden motivieren heißt, jemanden dazu zu bewegen, ein von mir gewünschtes Verhalten an den Tag zu legen.
Jede Kommunikation verläuft auf zwei Ebenen, der Inhaltsebene und der Beziehungsebene, wobei letztere erstere definiert.
Wir kommunizieren immer. Wir kommunizieren nicht nur verbal, sondern auch non-verbal (Körpersprache). Die körpersprachliche Information macht den Großteil der Botschaft aus und bestimmt die verbale Information. Mit der Körpersprache drückt unser Körper seinen Zustand und seine Beziehung zur Außenwelt aus. Deshalb können wir unsere innere Einstellung zwar verschweigen, aber nicht verheimlichen!
Wahr ist nicht, was man sagt. Wahr ist, was der andere hört! Deshalb: Rückkoppelung vornehmen und Missverständnisse klären. Im Zweifelsfalle gar nichts sagen, lieber erstmal etwas fragen!
Mut, sich auch mal zu "Zweinigen" (Birkenbihl) - Let's agree to differ !
2. Spezielle Folgerungen für die Schiedsrichtertätigkeit
Kommuniziere bewusst, dann kommunizierst Du erfolgreich. Es gibt immer drei Meinungen: Deine, die des Anderen und die richtige. Die Meinung der SR ist zwar aus praktischen Gründen maßgeblich, aber deswegen ist sie noch lange nicht die richtige!
Lasse Dich nicht von Deinen (Stress-)Hormonen beherrschen. Unterscheide Kritik an Dir als Mensch und rollenbezogene Kritik.
Wenn das Spiel läuft, sind alle beschäftigt; in den Pausen haben sie viel Zeit für unerfreuliche Kommunikation. Also: halte das Spiel (vor allem in heikler Situation) am laufen!
Das Spiel ist wichtig, nicht Du; nur schlechte Schiedsrichter stehen im Mittelpunkt. Schiedsrichter sollen nur reagieren, nicht selber agieren!
a) Kommunikation mit Trainern
Sei Dir stets bewusst, unter welchem großen Druck der Trainer in seiner Rolle steht. Für Dich ist ein Spiel bei Spielende vorbei, ihn kann das Spiel den Job kosten.
Sei Dir stets bewusst, dass der Trainer - anders als Du oder ein Spieler - seine Anspannung (Frustration, Stress) nicht über motorische Aktivität (rennen, springen, kämpfen etc.) verarbeiten kann. Trainer erreichen häufig höhere Pulsfrequenzen als die beteiligten Spieler.
Sei Dir stets bewusst, dass es ihm bei seinen Aktionen (fast) nie um Dich als Mensch geht, sondern um seinen Erfolg im Spiel, der von Deinen rollenbezogenen Entscheidungen abhängen kann.
Sei Dir bewusst, dass er Deiner Entscheidungsgewalt (nennen wir es ruhig: "Macht") während des Spieles ohnmächtig gegenüber steht, und dass das für ihn, der ansonsten bestimmt, wo es langgeht, eine ungewohnte Situation ist.
Du verlangst vom Trainer, dass er Deine Autorität als Schiedsrichter vollständig anerkennt. Erkenne daher auch seine Autorität als Trainer an und meine nicht, der "bessere Trainer" zu sein.
Stelle niemals die Autorität des Trainers vor seinem Team in Frage. Hilf ihm, unter allen Umständen das Gesicht zu bewahren. Zwing ihn nicht "Männchen zu machen". Für einen solchen Machtmissbrauch Deinerseits wird er sich rächen, wenn er einmal die Macht hat (z.B. bei Schiedsrichterbeurteilungen).
- Begrüße beim Eintreffen in der Halle beide Trainer. Stelle Dich vor und sprich ein wenig mit ihnen. Vermeide den Eindruck von Verbrüderung und achte auf Gleichmäßigkeit. Bewahre die Distanz, die Deine Rolle erfordert.
- Vermeide jede kritische Äußerung über andere Spiele, Trainer, Schiedsrichter o.ä.
- Erledige die administrativen Aufgaben korrekt, aber sei Dir bewusst, dass das Nebensächlichkeiten sind.
- Gib den Trainern vor dem Spiel die Hand und wünsche ihnen "Viel Erfolg" o.ä.
- Die Trainer sind Deine wichtigsten Verbündeten. Gebe Dir besonders viel Mühe, mit ihnen erfolgreich zu kommunizieren.
- Wenn ein Trainer versucht, mit Dir zu kommunizieren, dann ignoriere ihn nicht. Zeige eine Reaktion.
- Wenn nötig, erkläre Deine Entscheidungen kurz, aber diskutiere sie nicht. Verzögere auf keinen Fall das Spiel.
- Steuere die Beziehung bewusst. Setze auf kollegiale Zusammenarbeit. Wenn es aber notwendig ist, autoritär zu sein, dann handle entschlossen und konsequent. Es darf nur eine "letzte Verwarnung" geben.
- Gib Dir und den anderen Spielbeteiligten nach dem Schlusspfiff die Zeit, um zur Ruhe zu kommen und vermeide unmittelbar nach dem Schlusspfiff jede Diskussion. Stehe nach dem Duschen für Gespräche zur Verfügung.
- Höre aufmerksam zu, wenn jemand Kritik äußert und versuche, den Inhalt durch Rückfragen genau zu klären. Versuche dann darauf einzugehen. Mache dabei deutlich, dass Du nur Deine Meinung äußerst und die Kritik nicht bewerten möchtest. Vermeide Phrasen wie: "Du musst (einsehen)...", "Das stimmt nicht...", "Ich sage Dir ganz klar..." etc.
- Versuche Dich im Gespräch auf die "Linie" zu beziehen und von "Einzelentscheidungen" wegzukommen.
- Stehe dazu, dass auch Du Fehler machst!
- Sprich nicht negativ über das Spiel - zu niemandem!
b) Kommunikation mit Spielern
Sei Dir bewusst, dass die Spieler - insbesondere in höheren Ligen - unter einem großen inneren und äußeren Druck stehen. Ihre Situation ist derjenigen der Schiedsrichter insofern vergleichbar, dass auch ihre Fehler sofort offensichtlich sind (Fehlwurf, Fehlpass etc.). Sei Dir bewusst, dass Spieler für ihre Frustration manchmal nach einem "Blitzableiter" suchen.
- Vermeide es möglichst, dass sich Frustration aufstaut. Gebe Dich, wenn möglich, locker und entspannt. Nimm von Zeit zu Zeit die Pfeife aus dem Mund, lächle und kommuniziere rechtzeitig mit den Spielern.
- Wenn ein Spieler versucht, mit Dir zu kommunizieren, dann ignoriere ihn nicht. Zeige eine Reaktion.
- Wenn nötig, erkläre Deine Entscheidungen kurz, aber diskutiere sie nicht. Verzögere auf keinen Fall das Spiel.
- Steuere die Beziehung bewusst. Setze auf kollegiale Zusammenarbeit. Wenn es aber notwendig ist, autoritär zu sein, dann handle entschlossen und konsequent. Es darf nur eine "letzte Verwarnung" geben.
- Stehe dazu, dass Du auch Fehler machst.
c) Kommunikation mit Kampfrichtern
Sei Dir bewusst, dass die Kampfrichter Deine Kollegen sind. Behandle sie kollegial und fair. Hilf ihnen, wenn möglich und nötig und vermeide Belehrungen oder eine Behandlung als Dienstpersonal bzw. Lakaien.
Bedenke, dass das Kampfgericht im Gegensatz zu Dir meist kostenlos für den Sport arbeitet. Sei Dir bewusst, dass Du es mit unterschiedlichen Leuten zu tun bekommst (Profis und "blutigen Anfängern"). Gib daher jedem Kampfrichter eine Chance.
Sei Dir bewusst, dass Dir das Kampfgericht große Schwierigkeiten bereiten kann, wenn es nicht gut arbeitet.
- Begrüße das Kampfgericht und mache Dich namentlich bekannt. Sprich die Kampfrichter mit Namen an.
- Du wünschst Deinem SR-Kollegen vor dem Spiel ein "gutes Spiel" und gibst ihm die Hand - also tue das auch mit Deinen Kollegen am Kampfgericht.
- Bedanke Dich nach dem Spiel für die Arbeit der Kampfrichter.
d) Kommunikation mit Ersatzspielern und Mannschaftsbegleitern
Sei Dir bewusst, dass Ersatzspieler und Mannschaftsbegleiter in Versuchung kommen können, ihre "freie Zeit" damit zu verschwenden, die Kommunikation mit Dir zu suchen. Darauf solltest Du Dich nicht einlassen; es gibt keinen sportlichen Grund, warum diese Personen auf das Spiel Einfluss nehmen können sollten.
- Vermeide direkte Kommunikation mit Ersatzspielern und Mannschaftsbegleitern. Bitte den Trainer, die Mannschaftsbank zur Ruhe zu bringen.
- Lasse positive Emotionen auf der Mannschaftsbank zu (Anfeuern ihrer Mannschaft etc.), aber unterbinde streng jede negative Einflussnahme (Kritik an Schiedsrichtern oder anderer Mannschaft o.ä.).
e) Kommunikation mit Zuschauern
Sei Dir bewusst, dass die Zuschauer niemals objektiv sein werden. Versuche, jegliche verbale Kommunikation mit den Zuschauern zu vermeiden; vermeide nach Möglichkeit auch den Blickkontakt.
- Versuche, die Zuschauer zu ignorieren.
- Aber: bedanke Dich, wenn Dir ein Zuschauer hilft (z.B. den Ball zupasst).
f) Verhalten nach einem schlechten Pfiff
Du wirst in Deiner Karriere häufig Pfiffe nehmen, die schlecht sind, und oft wirst Du es wissen. Nach einem schlechten Pfiff soll kein Technisches Foul gepfiffen werden; die Mannschaft ist bestraft genug.
Erstens prüfe, ob Du die Entscheidung zurücknehmen kannst. Dieses ist ein Zeichen von Stärke! (Es wird erst dann zum Zeichen von Schwäche, wenn es sich in einem Spiel mehrfach wiederholt).
Wenn das Zurücknehmen aufgrund der Situation nicht möglich ist, dann Augen zu und durch. Setze das Spiel möglichst schnell fort, überhöre alles, was Du überhören kannst, lasse Dich nicht auf Diskussionen ein und vermeide die Konzessionsentscheidung. (Vermeide aber auch, dass die nächste Entscheidung gegen diese Mannschaft wieder falsch ist).
g) Technisches Foul
Ein Technisches Foul ist keine große Sache, wenn Du keine große Sache daraus machst. Jemand hat die Regeln übertreten (wie beim Schrittfehler), Du hast es gesehen und geahndet: fertig!
Pfeife ganz normal, zeige das Foul ganz normal an, führe die Strafen ganz normal aus und sorge dafür, dass das Spiel schnell weitergeht.
Nach der Ausführung der Strafen solltest Du das Technische Foul vergessen. Die Aktion wurde bestraft und es ist sowohl falsch, die Aktion dem Trainer oder Spieler weiter nachzutragen (auf ihn "sauer" zu sein), als auch ein schlechtes Gewissen zu haben und "etwas gutmachen" zu wollen.
Ein guter Schiedsrichter ist man nicht, wenn man keine Technischen Fouls pfeift.
Ein guter Schiedsrichter ist man, wenn man keine Situationen provoziert, in denen man ein Technisches Foul pfeifen muss.
Deshalb ist De-Eskalation, freundliche Kooperation mit allen Spielbeteiligten und eine klare konsequente Linie (Berechenbarkeit) Voraussetzung für bessere Kommunikation als Schiedsrichter.
| Quelle: WBV-Schiedsrichter-Fortbildung | [ nach oben ] |
Lösungsvorschläge zur Halleneinheit "Trainer-Aktionen"
Situation 1: Trainer kommentiert jede Aktion, indem er ein Foul oder Regelübertretung fordert.
Bei nächster Möglichkeit, wenn das Spiel unterbrochen ist, den Trainer verwarnen. Den nächsten Kommentar mit einem Technischen Foul bestrafen - aber nicht bei einem vereinzelten Ruf im Affekt.
Situation 2: Trainer begleitet eine Schiedsrichter-Entscheidung mit übertriebenem Applaus.
Wenn ausgeschlossen ist, dass sich der Applaus nicht auf eine gelungene Aktion des eigenen Spielers bzw. der eigenen Mannschaft bezieht, ist ein Technisches Foul zwingend.
Situation 3: Trainer winkt sich einen Schiedsrichter herbei, stellt eine Frage, dreht sich bei der Antwort jedoch weg.
Vorab: Der Schiedsrichter entscheidet, wann er sich zum Trainer begibt und mit ihm redet. Auf das Heranwinken zu reagieren und wie Hund bei Fuß zu stehen, ist tabu. Nach dem Abdrehen stehen bleiben und den Trainer verbal - nicht mit einem Pfiff ! - auffordern, das Gespräch fortzuführen und Augenkontakt aufzunehmen. Dreht sich der Trainer trotzdem betont ab, ist ein Technisches Foul zu verhängen.
Situation 4: Trainer unterhält sich mit seinen Spielern und/oder seinem Co-Trainer deutlich wahrnehmbar über die Schiedsrichter.
Bei nächster Möglichkeit, wenn das Spiel unterbrochen ist, den Trainer verwarnen. Bei erneuten Kommentaren den Trainer mit einem Technischen Foul bestrafen.
Situation 5: Trainer beschwert sich bei einem der Schiedsrichter über dessen Kollegen.
Als Team auftreten, keiner Kritik am Kollegen in irgendeiner Weise zustimmen. Grundsätzlich gilt: Erst Verwarnen, im Wiederholungsfall ein Technisches Foul. Wird die Kritik mit unangemessenem Ton oder Gestik geäußert, sofort Technisches Foul.
Situation 6: Trainer regt sich lautstark über gegnerische Spieler auf.
Bei verbalen Attacken unterhalb der Gürtellinie ist wie beim "Trash Talk" direkt auf Technisches Foul zu entscheiden. Ansonsten erfolgt bei der nächsten Spielunterbrechung bzw. beim Vorbeilaufen an der Mannschaftsbank eine deutliche Ermahnung. Wach sein, den attackierten Spieler im Auge behalten, um eine Folgeaktion zu vermeiden.
Situation 7: Trainer folgt Schiedsrichter im Mannschaftsbank-Bereich bis an die Grundlinie und "tötet" ihn mit seinem Blick.
Da diese Aktion den Schiedsrichter durchaus beeinflusst und ablenkt, muss eine Reaktion erfolgen. Den Trainer freundlich darauf hinweisen, dass er sich auf das Spiel seiner Mannschaft konzentrieren solle. Im Wiederholungsfall folgt eine Verwarnung, anschließend ein Technisches Foul.
Situation 8: Trainer tanzt seinen "Ich-Ärgere-Mich"-Tanz an der Seitenlinie.
Das Technische Foul ist zwingend - mit dem Pfiff aber warten, bis der Trainer ausgetanzt und sich etwas beruhigt hat, um nicht gleich ein zweites Technisches Foul für eine unkontrollierte Reaktion folgen lassen zu müssen.
Situation 9: Trainer coacht derart intensiv, dass er im Feld bzw. vor dem Kampfgericht steht.
Den Trainer freundlich darauf aufmerksam machen, dass er es beim Coaching etwas übertreibt und ihn zu seinem Platz im Mannschaftsbank-Bereich begleiten. Nach Möglichkeit den Co-Trainer um Mithilfe bitten, den Bewegungsradius des Trainers zu kontrollieren. Ein Technisches Foul ist nur dann notwendig, wenn der Trainer ins Spiel eingreifen will und dies als übertriebenes Coaching tarnt.
Situation 10: Nachdem die SR bei einer Auszeit zusammen gekommen sind, kommt der Trainer auf sie zu und will mit ihnen reden.
Vermeiden, dass es der Trainer bis zu den Schiedsrichtern schafft. Einer (!) der beiden Schiedsrichter muss frühzeitig reagieren, dem Trainer entgegen gehen und ihn zurück zu seiner Mannschaft begleiten. Auf dem Weg dorthin kann der Coach kurz seine "Sorgen" loswerden, ohne dass der Schiedsrichter dadurch bloß gestellt wird.
Situation 11: Trainer redet beim Freiwurf im Rücken bzw. von der Seite des Schiedsrichters auf diesen ein.
Blickkontakt zwischen beiden Schiedsrichtern ist notwendig, damit der Ball nicht zum letzten Freiwurf übergeben wird, falls der Folgende Schiedsrichter noch mit dem Trainer redet. Während der kurz gehaltenen Kommunikation nicht den Trainer im Rücken haben, sondern am besten ganz zu ihm drehen und sich danach schnell wieder dem Spielgeschehen zuwenden.
Situation 12: Trainer gerät in Rage, weil er zum wiederholten Mal Probleme mit dem Kampfgericht hat.
Schiedsrichter begleiten Trainer in dessen Coaching-Box und machen ihn auf sein Fehlverhalten deutlich. War das Verhalten zu ausfallend, ist - auch bei berechtigter Kritik - ein Technisches Foul zu pfeifen. Am Kampfgericht sich nach dem Problem erkundigen. Anschließend ein waches Auge auf die Arbeit des Kampfgerichts haben, um bei dem gleichen Fehler sofort eingreifen zu können und einer weiteren Trainer-Explosion vorzubeugen.
Situation 13: Trainer war bislang das gesamte Spiel ruhig, bis er sich plötzlich in einer Situation aufregt und dies lautstark äußert.
Fingerspitzengefühl ist verlangt; insbesondere dann, wenn der andere Trainer zuvor des Öfteren in Kommunikation mit den Schiedsrichtern gestanden hatte. Beruhigend auf den Trainer einwirken, ihn für seine erste Aktion verwarnen.
Situation 14: Nach einer Foulanzeige reagiert der Trainer mit einer abfälligen Geste in Richtung des aktiven Schiedsrichters.
Ein Technisches Foul muss gepfiffen werden - im Regelfall vom passiven Schiedsrichter, da die Gesten meist im Rücken des Kollegen passieren.
| Quelle: WBV-Schiedsrichter-Fortbildung | [ nach oben ] |
Valentin Lazarov: Die Grundidee des modernen Schiedsrichterns
In den letzten Jahren hat Basketball weltweit eine außergewöhnliche Weiterentwicklung und einen Zugewinn an Popularität erfahren.
Zeitgemäßes modernes Basketball ist eine spektakuläre und abgestimmte Kombination von ungeheurer Geschwindigkeit, außergewöhnlichen athletischen Fähigkeiten, aggressiver Verteidigung und hervorragender Technik der Spieler.
Selbstverständlich hängt die Entwicklung des Basketballspiels eng mit der Entwicklung des Schiedsrichterns zusammen. Deshalb muss man, wenn man vom "modernen Basketball" spricht, auch vom "modernen Schiedsrichtern" sprechen. Modernes Schiedsrichtern beinhaltet neue zusätzliche Anforderungen an die Schiedsrichter.
Mit diesem Artikel möchte ich die neu hinzugekommenen Anforderungen an die Schiedsrichter aktualisieren und strukturieren. Schließlich sind die Schiedsrichter stark an der Umsetzung der Entwicklung des Spiels auf dem Spielfeld beteiligt.
Faktoren, welche die Leistung eines Schiedsrichters beeinflussen Im modernen Basketball setzt sich die Leistung eines Schiedsrichters aus einer Fülle von direkten und indirekten Merkmalen zusammen, welche die Leistung der Schiedsrichter beeinflussen. Man kann die Summe der einzelnen Fähigkeiten und die Faktoren, die sich auf alle Fähigkeiten auswirken, mit der folgenden Formel ausdrücken: Q = (A+B+C+D+E+F+G+H) • X • Y • Z.
Natürlich darf man sich dies nicht als Formel im mathematischen Sinn vorstellen, es soll eher eine Beschreibung sein. Sie repräsentiert allerdings die Themen und Eigenschaften, auf die sich junge und aufstrebende Schiedsrichter konzentrieren müssen, um eine perfekte Leistung auf dem Weg zum Spitzenschiedsrichter erbringen zu können. [...]
Im Folgenden bringe ich eine kurze Zusammenfassung zu jedem dieser Merkmale und gehe nur auf das Wichtigste ein. Eigentlich müssen für die Vorstellung jedes dieser Punkte zwischen einer und vier Stunden aufgewendet werden, einschließlich visuellen Materials und Beispielen aus der Praxis.
Q = Qualität der Schiedsrichterleistung
A = Körperliche Fitness
Der Schiedsrichter muss die Aktionen auf dem Spielfeld so nah wie möglich beobachten und dabei die bestmögliche Position einnehmen, um präzise Entscheidungen treffen zu können. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen einer präzisen Entscheidung und der bestmöglichen Position auf dem Spielfeld. Das bedeutet, dass ein Spitzenschiedsrichter so schnell wie die Spieler, in einigen Fällen sogar noch schneller sein muss. Dazu ist eine ausgezeichnete körperliche Verfassung erforderlich.
Sehr oft ist eine nicht ausreichende Beweglichkeit der Schiedsrichter der Grund für schlechte Entscheidungen. Wenn er zu weit vom Geschehen entfernt ist, kann er nicht genau sehen, ob ein Foul begangen wird. Er vermutet, dass in ähnlichen Situationen fast immer ein Foul begangen wird, also beurteilt er auch diese Situation als Foul. Oder er nimmt in der Schlussphase des Spiels einem Spieler, obwohl dieser einen regelgerechten eventuell sogar spektakulären - Spielzug durchführte, durch einen unangebrachten Pfiff die Chance auf einen Korb.
Eine weit von der Aktion entfernte Schiedsrichterposition wirkt sich auch psychologisch auf die Reaktion von Spielern, Trainern und Zuschauern aus. Eine 100% richtige Entscheidung, die weit von der Foul- oder Ausball-Situation gefällt wird, führt fast immer zu unerwünschten Reaktionen.
Die dynamischen Aktionen der Spieler und die Geschwindigkeit, in der die Ballkontrolle wechseln kann, fordern eine ständig hohe Konzentration der Schiedsrichter während des gesamten Spiels. Andererseits nimmt einhergehend mit der körperlichen Ermüdung die Konzentrationsfähigkeit und damit die Reaktionsgeschwindigkeit eines Schiedsrichters stark ab.
Dieser Prozess (siehe Blockdiagram) kann sich durch einige Faktoren stark verzögern, wobei die körperliche Ermüdung der wichtigste ist.

Schließlich dient die anregende Wirkung des Aufwärmens vor dem Spiel (15 bis 20 Minuten) nicht nur der Erhaltung der beständigen geistigen Kondition des Schiedsrichters durch das Spiel hindurch, sondern beugt auch der Häufigkeit und Schwere von Muskelverletzungen vor.
Zusammenfassung Eine körperliche Verfassung im Top-Zustand gehört im Basketball nicht einfach zur Schiedsrichtertheorie, sondern ist absolut notwendig. Dies war in der Vergangenheit, als die Spiele weniger dynamisch und aggressiv waren, nicht so wichtig. Heute hat jedoch die körperliche Verfassung des Schiedsrichters einen grundlegenden Einfluss auf seine Leistung auf dem Spielfeld.
B = Anwendung der richtigen Kriterien bei der Beurteilung von körperlichen Kontakten
Die Dynamik und Anziehungskraft im modernen Basketball erlaubt es den Schiedsrichtern nicht mehr, das Spiel zu oft zu unterbrechen. Sowohl für die Teilnehmer als auch für die Zuschauer ist ein interessantes Spiel eine ununterbrochene Folge von spektakulären Aktionen. Ein attraktives und reizvolles Spiel hängt damit ganz stark von der Beurteilung von Kontakten durch die Schiedsrichter ab.
Statistiken belegen, dass im heutigen Basketball die Zahl der Körperkontakte sich verdoppelt, teilweise sogar verdreifacht hat. Alle zwei bis drei Sekunden sehen wir einen oder mehrere Aktionen mit Körperkontakt zwischen Gegenspielern. Davon werden jedoch nur 10 bis 15 % von den Schiedsrichtern als Foul gepfiffen. Das bedeutet, dass die Schiedsrichter bei dieser Auswahl viel mehr den Praxisbezug als den genauen Wortlaut des Regeltextes berücksichtigen müssen.
Bei den Schiedsrichtern wird am meisten (ca. 80 %) kritisiert, wie sie mit der Beurteilung der Kontaktsituationen umgehen.
Es ist praktisch unmöglich geworden, das Spiel wegen jedem Kontakt zu unterbrechen, weil dadurch die Attraktivität des Spiels zerstört würde. Deshalb müssen wir einerseits versuchen, den Spielfluss so wenig wie möglich zu stören, andererseits müssen wir die Regeln strikt beachten und das Spiel ständig unter Kontrolle behalten, wenn wir nicht wollen, dass das Spiel sich ähnlich wie ein Rugbyspiel entwickelt.
Schließlich muss ein Unterschied aufgezeigt werden zwischen zufällig entstehenden Kontakten, die im Laufe eines Spiels einfach vorkommen, und Kontakten, die zu persönlichen Fouls ausarten. Unter dem "Schiedsrichtern im Geist des Spiels" verstehen wir die erfolgreiche Umsetzung dieser ganz schwierigen Grenzziehung auf dem Spielfeld.
Hier hängt vieles vom persönlichen Talent des Schiedsrichters ab und wie er sich dieses ausgeprägte Gespür dafür aneignet. Hier sieht man auch die Grenze zwischen einem Spitzen-und einem Durchschnitts-Schiedsrichter.
Vorteil-/Nachteil Prinzip Aufgrund der oben genannten Fakten wurde das klassische Vorteil-/Nachteil-Prinzip entwickelt. Es fordert die Schiedsrichter auf, bei der Beurteilung persönlicher Fouls alle Körperkontakte zu bewerten, die
- dem Spieler, der sie verursacht, oder seiner Mannschaft einen Vorteil verschaffen.
- den gegnerischen Spieler oder seine Mannschaft benachteiligen.
Dazu füge ich immer noch diesen sehr wichtigen Punkt hinzu:- sich systematisieren und die Gefahr verursachen, dass sich ein grobes Spiel entwickelt oder die Spielkontrolle verloren geht.
Die Schiedsrichter müssen wissen, dass sie sich voll im Einklang mit den FIBA-Regeln befinden, wenn sie dieses Prinzip anwenden: "Die Schiedsrichter sollten dabei den Spielfluss nicht unnötig unterbrechen, indem sie einen zufälligen persönlichen Kontakt bestrafen, der weder dem dafür verantwortlichen Spieler einen Vorteil bringt noch seinen Gegenspieler benachteiligt..."
Anwendungsbereiche
- Attraktive Spielkombinationen
- Direktes Ziehen zum gegnerischen Korb
- Schnellangriffe
- Korbwurfaktionen
- Passen des Balls
- Dribbeln des Balls
- Gleichgewichtsverlust nahe einer Grenz- oder der Mittellinie
- Kampf um Positionen auf dem Spielfeld
- Freier Ball auf dem Boden
- Sperren
Zusammenfassung Das Vorteil/Nachteil-Prinzip zu verstehen und jede einzelne Kontaktsituation gut abzuwägen und kompetent zu beurteilen, ist für den Schiedsrichter der Schlüssel, ob ein Körperkontakt als persönliches Foul anzusehen ist oder nicht (siehe Blockdiagram).

Die Antworten auf folgende vier Fragen führen zur Entscheidung über "Foul oder kein Foul":
- Was ist geschehen?
- Wer ist daran beteiligt?
- Wie ist es dazu gekommen und wer ist dafür verantwortlich?
- Hat dies Einfluss auf das Spiel?
C = Verstehen der Psychologie der Spieler, Trainer und Zuschauer
Ein spektakuläres und attraktives Basketballspiel besteht aus dem Vierergespann Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Fans. Die Beziehungen dieser Vier zueinander sind für ein harmonisches Spiel äußerst wichtig. Sie können nur gemeinsam mit gegenseitigem Respekt und Toleranz nach folgendem Motto bestehen: Nichts ist wichtiger als das Basketballspiel!
Selbst für Spitzenschiedsrichter ist es unmöglich, ganz ohne Mitarbeit seitens der Trainer und Spieler erfolgreich zu bestehen.
Heutzutage ist das Basketballspiel beweglicher und athletischer als früher. Auch hat der Einfluss des Gelds enorm zugenommen, Sponsoren stecken große Summen in Basketball und erwarten dafür gute Leistungen ihrer Mannschaften.
Dies ist einer der Gründe, dass Spieler auf dem Spielfeld ihr Bestes geben wollen. Zusammen mit ihren Trainern sind sie oft überreizt und explosiv wie Dynamit. Jede als falsch wahrgenommene Entscheidung eines Schiedsrichters kann zu einer Explosion führen und ganz schnell eine Konfliktsituation herbeiführen.
Daraus ergibt sich, dass der ideale Schiedsrichter gründliche psychologische Kenntnisse haben muss. Nur ein in dieser Hinsicht begabter Schiedsrichter kann sich alle Facetten dieses Themas erfolgreich aneignen, das sich aus dem Studium der Sprache, der Bewegungen, der Augen- und Körpersprache, der Handzeichen, des allgemeinen Auftretens sowie dem Umgang miteinander zusammensetzt.
Der Schiedsrichter ist sowohl Erzieher als auch Pädagoge, wird aber oft in der Rolle als Richter oder gar Scharfrichter gesehen. Seine Pfeife ist aber nur Werkzeug, keine Waffe! Er muss sozusagen mit "eiserner Hand in einem Samthandschuh" arbeiten. Ein freundliches Lächeln, eine beruhigende Geste oder aber auch eine unmissverständliche Verwarnung wirken oft besser als ein technisches oder disqualifizierendes Foul. Ein herzliches, ruhiges und menschliches Auftreten kann gleichermaßen entwaffnen und beruhigen!
Manche nur durchschnittlich begabten Schiedsrichter sind beliebter und besser respektiert als ihre technisch besseren Kollegen. Ich erinnere mich noch gut daran, was mein Ausbilder, der Ex-FIBA-Präsident Robert Busnel, zu sagen pflegte: "Ich habe oft einen Schiedsrichter nach einem hart umkämpften Spiel das Spielfeld verlassen sehen, der dabei von den Trainern und Spielern beglückwünscht wurde. Er konnte seine psychologischen Tricks so gut anwenden, dass seine Defizite in der Schiedsrichtertechnik nicht mehr auffielen".
D = Kenntnis der Regeln und Interpretationen
Das Basketballspiel ist so schnell geworden, dass Schiedsrichter innerhalb des Bruchteils einer Sekunde reagieren und die richtige Entscheidung fast automatisch fällen müssen. Es bleibt ihnen in der Praxis nicht die Zeit, Einzelheiten der Regeln abzurufen. Das geht aber nur, wenn sie sich ständig mit Studium und Analyse der Regeln und deren Interpretationen, den aktuellen Änderungen, den Schwerpunkten sowie den von der Welt-Technischen Kommission veröffentlichten Vorgaben befassen.
Leider sind die Lehrmethoden der Referenten, die Regeln auf den Lehrgängen präsentieren, vielfach ungeeignet. Viel Zeit wird damit verschwendet, nur theoretisch denkbare Spielsituationen zu diskutieren, die vielleicht einmal in hundert Jahren vorkommen oder nicht einmal dann! Dadurch wird der viel wichtigere erzieherische Hintergrund der Regeln vernachlässigt.
Junge Schiedsrichter müssen aber den Hintergrund der wichtigsten Regeln kennen lernen, warum sie so sind und wie sie entstanden sind. Dazu gehört die gestalterische Anwendung der Regeln auf dem Spielfeld und inwieweit sie situationsbedingt großzügig angewendet werden können. Schiedsrichter, die eine vernünftige Beurteilung einer Situation vor dem Hintergrund der Regeln vermissen lassen und dies lieber durch Detailverliebtheit ohne realistische Auseinandersetzung mit dem Spiel ersetzen, muss man im Wortsinne als reine "Pfeifen" bezeichnen.
E = Kenntnis von Angriffs- und Verteidigungssystemen
Mit zur wichtigsten Anforderung an einen Spitzenschiedsrichter ist seine Fähigkeit, unterschiedlich auf das Spiel und wie es von den Mannschaften taktisch geführt wird zu reagieren und seine Position auf dem Spielfeld entsprechend anzupassen. Er muss in der Lage sein, jederzeit auf Veränderungen und auf neue Spielelemente zu reagieren. Dazu muss er die Bereiche auf dem Spielfeld kennen, in denen es zu kritischen Situationen kommen kann, und muss mit der von den Spielern gerade angewendeten Taktik und Technik in Angriff und Verteidigung bestens vertraut sein. Beispielsweise müssen Schiedsrichter mit den Techniken beim Stellen eines Blocks und der damit verbundenen Taktik vertraut sein, um diese häufig vorkommenden Situationen im Spiel richtig zu beurteilen.
Einige Nationalverbände haben daher in ihrem Ausbildungsprogramm für Schiedsrichter Grundelemente zu diesem Thema verpflichtend aufgenommen, einschließlich eines obligatorischen Tests mit Trainerfragen.
F = Teamfähigkeit
Im modernen Basketball ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichtern, Kommissar und Kampfrichter äußerst wichtig.
Grundlage ist vollstes Vertrauen eines Schiedsrichters zu seinem/seinen Kollegen. Keiner darf eine dominante Rolle spielen, Schiedsrichter müssen ein echtes Team bilden. Dazu gehört, Hilfe von den anderen zu holen, wenn eine Situation nicht gesehen werden konnte.
Manchmal kommt es zu einer unterschiedlichen Entscheidung oder zu einem Doppel-Pfiff. Fast immer kann dies durch Aufnahme von Blickkontakt, versteckte Zeichen oder kurze Beratung (nicht länger als 5 bis 6 Sekunden, aber immer abseits von Spielern und Trainern) zwischen den Schiedsrichtern geklärt werden. Solche Beratungen müssen durch gegenseitiges Vertrauen und kollegiale Zusammenarbeit geprägt sein.
Lange Diskussionen und Erklärungen zwischen den Schiedsrichtern, die dabei auch noch von Spielern und Trainern umringt werden, führen meist zu kritischen Situationen. Eine kurze aber gründliche Vorbesprechung ist für eine geschlossene Leistung im Team sehr hilfreich.
Junge Schiedsrichter müssen die ethischen Prinzipien für eine gute Zusammenarbeit der Schiedsrichter auf dem Spielfeld kennenlernen. Die nachstehenden Beispiele zeigen auf, was unbedingt vermieden werden muss:
- Ein Schiedsrichter pfeift ein Foul. Während seiner Anzeige zum Anschreiber macht ein Spieler hinter seinem Rücken beleidigende Gesten. Der Schiedsrichterkollege sieht dies zwar, unternimmt aber nichts, weil dieses Verhalten nicht gegen ihn gerichtet ist.
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- Ein Schiedsrichter pfeift ein Foul. Während seiner Anzeige zum Anschreiber spricht ein Spieler den anderen Schiedsrichter an und äußert sich beleidigend über die Entscheidung. Reaktion des angesprochenen Schiedsrichters: "Es war seine Entscheidung, ich habe damit nichts zu tun."
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- Ein Schiedsrichter "versteckt sich" während kritischer Situationen in einem hart umkämpften Spiel und pfeift keine der klaren Regelverletzungen, die in seinem Zuständigkeitsbereich geschehen, obwohl er sich in einer ausgezeichneten Position dazu befindet, nur um die unpopulären Entscheidungen seinem Kollegen zu überlassen.
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- Während einer Spielpause bzw. nach dem Spiel kritisiert ein Schiedsrichter in Gegenwart von Spielern, Trainern oder Fans einige Entscheidungen seines Kollegen.
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- Während eines Spiels sitzt ein Schiedsrichter als Zuschauer zwischen Fans und kritisiert offen die Entscheidungen seiner Kollegen auf dem Spielfeld.
Einige Schiedsrichter unterschätzen, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit mit dem Kommissar ist. Die in der Vorbesprechung zwischen Schiedsrichtern und Kommissar vereinbarten Absprachen und Vorgehensweisen sind bei bestimmten Spielsituationen sehr hilfreich. Ein Beispiel dazu: Fast gleichzeitig mit dem Schlusssignal wird ein Korb erzielt oder ein Foul gepfiffen und die Schiedsrichter sind sich nicht sicher, ob dies vor oder nach dem Zeitnehmersignal geschah.
G = Kenntnis der Schiedsrichtertechnik
In letzter Zeit wird immer mehr auf die Verbesserung und fachkundige Anwendung der Schiedsrichtertechnik auf dem Spielfeld geachtet.
Die Geschwindigkeit, mit der sich einzelne Spieler oder Mannschaftsteile auf dem Spielfeld bewegen, verursacht bei den Schiedsrichtern ernsthafte Probleme bei der Wahrnehmung des Spiels und bei der gesamten Spielübersicht. Deshalb kann vom einzelnen Schiedsrichter unmöglich erwartet werden, dass er in der Lage ist, alle Aktionen der zehn Spieler und des Balls zu beobachten.
Die neue Technik für zwei und drei Schiedsrichter ist als ein praktisches Hilfsmittel entwickelt worden, um den Schiedsrichtern eine Hilfe anzubieten, Probleme in bestimmten Bereichen auf dem Spielfeld lösen zu können. Ein Schiedsrichter muss in bestimmten Situationen auf bestimmte Situation mehr achten als der andere. Für die Technik gilt insbesondere:
- Sich stets an die richtige Stelle zu begeben.
- Immer an der optimalen Stelle zu sein, um richtig sehen zu können.
- Wissen, wohin zu sehen und was zu beobachten ist.
Alle Schiedsrichter müssen auf dem Spielfeld die offizielle FIBA-Schiedsrichtertechnik anwenden. Allerdings führt eine sture Einstellung wie "Für diesen Bereich auf dem Spielfeld bin ich verantwortlich, für jenen bist du es" nur zu einer äußerst schlechten Zusammenarbeit. Grundsätzlich entscheidet ein Schiedsrichter in jeder Spielsituation, wenn er sich dabei absolut sicher ist und sein Kollege nicht den Mut zur Entscheidung hat, unkonzentriert ist oder einfach aufgrund der momentanen Position der Spieler dazu nicht in der Lage ist. Ein Kommentar wie "Das war nicht mein Pfiff" macht den eigentlichen Sinn und Zweck der Schiedsrichtertechnik zunichte.
Leider versuchen einige selbsternannte Ausbilder und "Experten" dieses System als wichtigsten Bestandteil in den Lehrgängen hervorzuheben und unterschätzen dabei die viel wichtigeren Themen "Gefühl für das Spiel", "Kriterien bei Körperkontakten" und "Beziehung zwischen Schiedsrichtern, Trainern und Spielern". Es wird zuviel Zeit mit an den Haaren herbeigezogenen Formalismen verschwendet, die nur eine untergeordnete oder gar keine Bedeutung haben. Dadurch werden Schiedsrichter-Roboter produziert, die hauptsächlich damit beschäftigt sind, sich in einer "optimalen Position" zu befinden und ihren Zuständigkeitsbereich keineswegs zu verlassen, anstatt vernünftig und angemessen zu urteilen.
Kürzlich war ich während einer Zonenmeisterschaft über einige Schiedsrichter richtig schockiert. Nur ironisch kann man einen sogenannten "Beurteiler" zitieren: "Die Schiedsrichter zeigten in diesem Spiel eine hervorragende Technik, aber durch einige miserable Entscheidungen zerstörten sie die Arbeit der Trainer und Spieler eines Jahres."
H = Kenntnis der Kampfrichterarbeit
Dieses Thema wird normalerweise nicht in das Programm eines Schiedsrichterlehrgangs aufgenommen, was überhaupt nicht zu rechtfertigen ist. Einige "Experten" übersehen dabei, dass kleine Fehler des Kampfgerichts ein hervorragend geleitetes Spiel zerstören können. Deshalb muss ein Schiedsrichter die Aufgaben der Kampfrichter genau kennen. Im Spiel tauchen oft Probleme mit dem Kampfgericht auf, die gelöst werden müssen. Während der ersten Jahre ihrer Schiedsrichterkarriere werden sie in vielen Ländern häufig als Kampfrichter eingesetzt. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichtern und Kampfrichtern verdient eine besondere Beachtung.
X = Faktor für Talent und Persönlichkeit
Eine Persönlichkeit zu sein bedeutet, dass man aufgrund des Talents, des Verhaltens, der Integrität und des sozialen Status von Spielern, Trainern und sogar Fans respektiert und akzeptiert und einem vertraut wird. Dies kann soweit gehen, dass manche schwachen Pfiffe nicht kritisiert oder angegriffen werden. Michael Jordan stellte bei den Spielern eine solche Persönlichkeit dar. Schiedsrichter, die als Persönlichkeit akzeptiert werden, haben es viel leichter, bei Spielern und Trainern auf Verständnis und Zusammenarbeit zu stoßen. Versuche deshalb, ein "Michael Jordan der Schiedsrichter" zu werden! Dabei darf aber nie vergessen werden, dass dies ein langer und schwieriger Prozess ist, der harte Arbeit, natürliche Begabung und nicht aufhörendes Streben nach Vollkommenheit bedeutet.
Y = Faktor für Ehrgeiz, starken Willen und Mut
In einem Spiel ist es das größte Vergehen, wenn ein Schiedsrichter ein regelwidriges Verhalten eines Spielers ganz deutlich wahrnimmt, aber nicht den notwendigen Mut aufbringt, dies insbesondere in einem entscheidenden Moment zu pfeifen. Wenn man respektiert werden will, muss man in schwierigen Situationen hart sein und jederzeit damit rechnen, persönliche Verantwortung für eine harte Entscheidung zu übernehmen.
Natürlich sichert nicht nur harte Arbeit und Ehrgeiz den Erfolg, aber wer erfolgreich sein will, muss auf viele Annehmlichkeiten des Lebens verzichten und bereit sein, ganz unten auf der Leiter anzufangen.
Z = Faktor für persönliche Begabung
Bekanntlich sind manche Schiedsrichter als "Hans im Glück" auf die Welt gekommen und haben einfach mehr Glück als andere. Für solche Ausnahmefälle ist der Weg zur Spitze kürzer und leichter.
Schlussbemerkungen Dieser Artikel ist hauptsächlich gerichtet an
- junge und ehrgeizige Schiedsrichter
- FIBA-Kandidaten oder frischgebackene FIBA-Schiedsrichter
- Referenten bei Schiedsrichterlehrgängen
Ich wollte hiermit aufzeigen, dass Schiedsrichter, die diesen neuen Herausforderungen des derzeitigen Basketballs gerecht werden wollen, genauso wie die Spieler regelmäßig an sich arbeiten und sich professionell verhalten müssen.
"Derjenige, der sich nicht vorwärts bewegt, fällt zurück!"
Wir wissen, dass dies hart und sehr schwierig ist, manchmal sogar schmerzhaft, aber dieser gesamte Aufwand ist erforderlich, falls ein Schiedsrichter Basketball wirklich liebt und bestrebt ist, die Weiterentwicklung des Spiels durch sein Schiedsrichtern zu fördern und nicht zu behindern.
| Quelle: DBB-Rulesletter 1-2/2007 (Übersetzung aus FIBA Assist Nr. 24, Februar 2007) | [ nach oben ] |
Antizipation - Der Schlüssel zur richtigen Entscheidung
Manche falsche Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters wie nicht geahndetes Goaltending, falsche Einschätzung einer Charging-Situation oder ganz einfach eine nicht richtig beobachtete Buzzerbeater-Situation beruht schlicht darauf, dass der Schiedsrichter von der Aktion überrascht wurde.
Der Schlüssel zur richtigen Entscheidung liegt also darin, eine mögliche Spielentwicklung vorauszusehen und damit geistig und reaktiv auf sie vorbereitet zu sein. Wohlgemerkt - nicht die Entscheidung soll vorausgesehen werden, sondern die mögliche Entwicklung einer Ausgangssituation!
Hier einige Situationen, deren jeweils mögliche Entwicklungen vom Leser skizziert werden sollen:
A5 wird bei der Korbwurfbewegung von B5 gefoult und kommt noch zum Wurf
Mögliche Entwicklungen:
- A5 beendet seinen Wurf und trifft (trifft nicht).
- Der Ball wird nach dem Pfiff von Angreifer (Verteidiger) im Steigen (Fallen) oder nach Brettberührung berührt.
- Der Ball springt auf den Ring und wird anschließend von Angreifer (Verteidiger) berührt.
- Der Werfer A5 wird nach dem Wurf zusätzlich von B6 gefoult.
- Während der Ball in der Luft ist, kommt es zu einem persönlichen, unsportlichen oder technischen Foul durch A7 oder B7.
Weitere Beispiele
- Beim Spielstand von 78:80 für Mannschaft B tritt A4 kurz vor Schluss zur Ausführung von zwei Freiwürfen an.
- Sieben Sekunden vor Spielende erzielt A6 einen Feldkorb zum 83:82 für Mannschaft A.
- Dribbler A5 zieht von der Freiwurflinie zum Korb. Unter dem Korb steht B5.
- A5 und A6 starten im Rückfeld einen 2-1-Angriff gegen B7.
- Mannschaft A ist in Ballkontrolle, als die 24-Sekunden-Anlage noch 6 Sekunden und die Spieluhr noch 7 Sekunden Restzeit anzeigen.
- A4 wird in seinem Rückfeld unmittelbar an der Mittellinie von B5 und B6 gedoppelt.
- Centerspieler A6 erhält unter dem Spielbrett den Ball. Er steht mit dem Rücken zum Korb nahe der Endlinie, sein Verteidiger B6 steht hinter ihm.
- Nach einem Wurf von A7 fängt B5 den Rebound, wobei der schlechter postierte Rebounder A5 auf dem Rücken von B5 landet.
- Ein Pass von A5 zu A6 in die Zone prallt an B5 ab und der Ball fliegt Richtung Korb.
- Unmittelbar nach dem deutlich hörbaren 24-Sekunden-Signal verlässt der Ball die Hand von A4 zu einem Korbwurf.
Aktionen um die Korbwurfbewegung Die Überlagerung eines Korbwurfs mit einem Signal, Pfiff oder anderen Aktionen zählt zu den heikelsten Situationen, denen einen Schiedsrichter ausgesetzt sein kann: Zum einen beinhalten sie oft ein unerwartetes Überraschungsmoment, zum anderen herrscht großer Erwartungsdruck auf den Schiedsrichter, da jeder in der Halle die Situation sieht und eine sofortige - und natürlich subjektiv günstige - Entscheidung erwartet.
Die Schilderung derartiger Situationen ist - im Gegensatz zur realen Situation - ziemlich "trocken". Wir empfehlen daher, die folgenden Situationen fallweise zu lesen, sie sich dann bildlich vorzustellen und sofort eine Entscheidung zu treffen. Anschließend sollte die Entscheidung in Ruhe begründet, bzw. gegebenenfalls mit Hilfe der Regelunterlagen berichtigt werden - was im Regeltraining schließlich unproblematisch ist ...
Situation 1
A4 ist in der Korbwurfbewegung, der Ball befindet sich noch in seinen Händen.
- Das Signal zum Ende der Spielperiode ertönt.
- Das 24-Sekunden-Signal ertönt.
- Die angreifende Mannschaft (A) begeht ein Foul oder eine Regelübertretung.
- Die verteidigende Mannschaft (B) begeht ein Foul an A4.
- Die verteidigende Mannschaft (B) begeht ein Foul, aber nicht an A4.
- Der Trainer der angreifenden Mannschaft (A) begeht ein technisches Foul.
- Der Trainer der verteidigenden Mannschaft (B) begeht ein technisches Foul.
- Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel aus irgendeinem Grund (Verletzung eines Angreifers oder Verteidigers, Ausfall der Spieluhr etc.).
Situation 2
Der Ball hat die Hand des Werfers A4 verlassen und den höchsten Punkt der Flugkurve noch nicht erreicht (aufsteigender Ball).
Situation 3
Der Ball hat die Hand des Werfers A4 verlassen, den höchsten Punkt seiner Flugkurve erreicht oder überschritten, aber weder Korb noch Spielbrett berührt.
Situation 4
Der von A4 geworfene Ball berührt den Ring und springt von dort nach oben und kann noch in den Korb gehen.
- Bevor der Ball den Ring berührt, wird ein Foul von B5 an A5 gepfiffen. Nach der Ringberührung tippt B4 den Ball über dem Ring weg.
- Nach der Ringberührung ertönt das Signal zum Ende des Viertels. Anschließend tippt B4 den Ball über dem Ring weg.
- Bevor der Ball den Ring berührt, wird ein Foul von B4 an Werfer A4 (noch in der Luft) gepfiffen. Nach der Ringberührung tippt A5 den Ball in den Korb und wird dabei von B5 unsportlich gefoult.
- Nach der Ringberührung springt B5 hoch, greift durch den Ring und tippt den Ball über Ringniveau weg.
- Bevor der Ball den Ring berührt, wird ein Foul von B4 an Werfer A4 (noch in der Luft) gepfiffen. Nach der Ringberührung springt B5 hoch, greift durch den Ring und tippt den Ball über Ringniveau weg.
- Nach der Ringberührung wird ein Foul von A5 an B5 gepfiffen. Sofort anschließend ertönt das Signal zum Ende des Spiels und dann fällt der Ball in den Korb.
Ersetze - wo sinnvoll - "wird ein Foul gegen ... gepfiffen" durch "ertönt das Signal zum Ende der Spielzeit".
Quelle: DBB-Rulesletter 4/2006 + DBB-Rulesletter 2/2007
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