Über 300 Streetbasketballer machen bei der NRW-Tour in Herford mit

Die NRW-Tour macht in ihrer 26. Ausgabe auch Halt in Herford. Über 300 Aktive machen am Wilhelm-Normann-Berufskolleg mit

Das war im wahrsten Sinne des Wortes runde Sache: Über 300 Sportbegeisterte in 73 Gruppen kamen am vergangenen Sonntag zusammen, um auf dem Gelände des Wilhelm-Normann-Berufskollegs Basketball zu spielen. Auf dem Asphalt des Schulhofs gab es jede Menge Dribblings, Zweikämpfe und Korbleger beim beliebten Straßenbasketball.

Im Rahmen der 26. Ausgabe der jährlichen NRW-Streetbasketballtournee kamen die Veranstalter nun schon zum wiederholten Male in die Hansestadt. "Es sind auch Gruppen über die Landesgrenze hinaus hier", informierte Jürgen Berger, Geschäftsführer des Regionalligisten BBG Herford, voller Freude. Der Herforder Basketballverein veranstaltete zusammen mit dem Westdeutschen Basketballverband, der AOK Nord-West, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie der Sportjugend NRW das Spektakel bei heißem Wetter.

Zur Begrüßung berichtete Herfords Bürgermeister Tim Kähler übrigens auch von seiner Basketballaffinität. "In der Schule spielten wir viel", so Kähler, der zwar nicht im Verein gewesen sei, bei den lockeren Spielchen aber seine Flinkheit genutzt habe. So seien dem Bürgermeister früher einige Treffer gelungen - in den Korb traf er am Sonntag jedoch nicht. Zum Lachen war dem 51-jährigen SPD-Politiker dennoch zu Mute, er freute sich, mal wieder einen Basketball in den Händen zu halten und natürlich über die positive Resonanz bei diesem Event.

Auf insgesamt zwölf Feldern im Drei-gegen-Drei-Spiel ging es rund. Im Hintergrund hörte man typische Streetball-Musik, ein Schiedsrichter ist beim Straßenbasketball nach dem Regelwerk nicht erforderlich, Dunkings sind verboten. Außer den männlichen Jugendlichen und Erwachsenen waren auch viele Mädchen und Frauen anwesend und machten damit deutlich, dass Streetball durchaus auch etwas für die weiblichen Basketball-Fans ist.

"Streetbasketball ist ein Ballsport mit einem Mix aus Action, Spielwitz und Teamgeist, der Kinder und Jugendliche zu mehr sportlicher Aktivität motivieren kann", sagte Peter Rosenke von der AOK. Es erfordere eben Beweglichkeit, Koordination und Körperbeherrschung. Und der Spaß stand im Vordergrund: "Alleine die Kreativität bei der Namensfindung der Gruppennamen ist schon bemerkenswert", sagte Rosenke.

Bis gestern reiste die NRW-Tour, die seit 1994 besteht, mit einem Dutzend mobiler Korbanlagen quer durch Westfalen-Lippe. Die jeweiligen Siegerteams der 16 Städte-Events qualifizierten sich in ihrer Altersklasse für das am Samstag, 6. Juli, stattfindende Finale in Recklinghausen.

Copyright © Neue Westfälische 2019
Text: Noah Wedel
Fotos: Noah Wedel

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Veröffentlicht
09:17:00 05.07.2019
Lars Lottermoser