Botschafter der Freundschaft

02.07.2014 16:00:00 | Lars Lottermoser

Mit einem schönen Erfolg sind die U17-Basketballer des TuS Lübbecke von einem internationalen Einladungsturnier aus Bayeux zurückgekehrt. Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen brachte das von Trainer Henning Westerhold betreute Team seinen allerersten Pokal nach Hause.

Zum 70. Jahrestag der Invasion der Alliierten hatte CSBayeux Basket ein Vier-Nationen-Turnier vorbereitet und dazu ein englisches, ein amerikanisches und ein deutsches Team nach Frankreich eingeladen.

Schon in den ersten Minuten der Auftaktpartie gegen die Dorchester Tigers zeigte sich, dass die Lübbecker so ins Turnier gingen, wie sie es versprochen hatten: "Extrem gespannt und hoch motiviert". Unter anderem ein wie entfesselt aufspielender Willi van Zütphen (mit zehn Punkten in den ersten fünf Minuten) sowie Justin Hohmeier und Jonas Kalburg sorgten dafür, dass der TuS schnell mit 18:4 vorn lag und die Führung bis zur Pause auf 34:17 ausbaute. Nach dem überraschend deutlichen 72:37-Endstand und der zwischenzeitlich ausgetragenen Partie zwischen CSBayeux Basket und dem Team der amerikanischen Schule Ramstein war klar, gegen die US-Boys würde es hart.

"Im Schnitt 18 bis 19 Jahre alt", so Trainer Westerhold, "hatten die Amerikaner durch die Bank gut drei Jahre mehr Erfahrung, und da war für unsere Auswahl der Jahrgänge 98 und 99 nichts zu holen." Vor allem einer Serie von 3-Punkt-Distanzwürfen von Bogdan Popovic und Til Westerhold sorgte dafür, dass die Niederlage mit 31:82 im Rahmen der Lübbecker Möglichkeiten ausfiel. Nachdem die Gastgeber gegen das US-Team nahezu ähnlich deutlich verloren hatten, war klar, dass sich anderntags zwischen Bayeux und Lübbecke entscheiden würde, wer im Endspiel noch einmal gegen die Amerikaner antreten würde.

Doch ausgerechnet am frühen Sonntagmorgen zeigten sich die - immerhin auch ein bis zwei Jahre älteren - Franzosen deutlich ausgeschlafener und siegten 77:41. Nur Theis Jost und erneut Jonas Kalburg erreichten ihre Normalform, aber auch Lübbeckes "Tall Triangel" aus Maximilian Kather, Jan Eichhorn und Justin Hohmeier konnte mit einer deutlich verbesserten Rebound-Quote die Überlegenheit der Hausherren nicht ausgleichen. Damit stand fest: Im Spiel um den dritten Platz traf Lübbecke erneut auf die "Tigers" aus Dorchester - und wurde mit einem klaren 61:40 für den TuS Lübbecke seiner Favoritenrolle gerecht.

"Die sportliche Aussagekraft so einer Veranstaltung, bei dem zwei Mannschaften deutlich älter und körperlich überlegen sind, rückt natürlich in den Hintergrund", sagte Henning Westerhold, war aber dennoch sehr zufrieden. "Von den Franzosen und den Amerikanern haben unsere Jungs im Lauf des Turniers und am Rande - bei spontanen, gemeinsamen Übungseinheiten - sehr, sehr viel gelernt".

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