Mentoring-Maßnahme des DBB in Berlin erfolgreich

25.12.2015 14:00:00 | Jan-Willem van Zütphen

Im Zeitraum vom 18.12. - 20.12. hatte ich die Möglichkeit, als einer von zehn Jung-Schiedsrichtern aus NRW und Hamburg an der Abschlussmaßnahme des vom DBB initiierten Pilotprojektes in Berlin teilzunehmen. Unterstützt wurden wir von sechs hochrangigen Schiedsrichtern, die als Mentoren fungierten, für den BKO war Schiedsrichterwart Lars Lottermoser beteiligt.

Die "Mentees" sollten im geregelten Spielbetrieb des Berliner Verbands in jeweils zwei Spielen verschiedener Alters- und Spielklassen ihr Können unter Beweis stellen oder Schwächen offenbaren. Die anwesenden Mentoren nahmen sich vor Ort der Aufgabe an, die "Jungen Wilden" während ihrer Spielleitung zu scouten und die Schiedsrichter-Technik zu begutachten. In ungewohntem Umfeld und als zusammengewürfeltes Duo war es für die Jung-Schiedsrichter keineswegs einfach, als Team bestmöglich und souverän zu agieren.

Die zugehörigen Coaching-Reporte wurden in aller Ausführlichkeit in einer einstündigen Videoanalyse seriös angegangen, mit dem Ziel, konstruktive Kritik anschaulich zu machen und Stärken und Schwächen offenzulegen. Deshalb fiel das allgemeine Fazit der Mentees tendenziell nüchtern aus, wobei diese schon motiviert waren, sich am nächsten Morgen besser anzustellen.

Neben dem Spiel stand natürlich auch der Spaß im Vordergrund - den Samstagabend ließen wir in großer Runde mit einem Trip zum Brandenburger Tor ausklingen.

Mit den Tipps und Verbesserungsvorschlägen der Mentoren im Kopf starteten wir am Sonntag um 10:00 in die zweiten Ansetzungen. Wieder wurde vorab das Trio aus Mentees und Mentor neu zusammengesetzt. Durch völlig neue Spielsituationen und Entscheidungsfindungen im Vergleich zum Vortag konnten auch hier wieder diverse Aspekte in den Nachbesprechungen thematisiert werden.

Grundsätzlich wurden Probleme wie ein freundlicheres Auftreten, Körperspannung und "Ballwatching" ausgemacht, die bei vielen der Mentees festzustellen sind. So haben wir deutliche Fingerzeige vor uns, wie wir uns zu verbessern haben. Auch zukünftig werden die Teilnehmer im Spielbetrieb aufeinander treffen und selbst sehen, wie sie sich verbessern konnten und ob man sich die eine oder andere Haltung bzw. Ausführung von Kollegen abschauen kann.

Kleine und z.T. auch größere Schwächen gab es bei der Organisation, da es zwischenzeitlich zu Verspätungen kam und Doppelbesetzungen mit Berliner Schiedsrichtern auftraten. Ein reibungsloser Ablauf für alle Beteiligten wäre angenehmer gewesen.

Ich denke, die Abschlussmaßnahme des Mentoring-Programms wird sich sehr positiv auf alle Beteiligten auswirken und es ist empfehlenswert, ähnliche Projekte in Angriff zu nehmen, um den Erfahrungsaustausch unter den Jung-Schiedsrichtern zu fördern.