Lübbecker Basketballer tanzen mit der Trophäe

11.07.2017 08:00:00 | Lars Lottermoser

Kenschner-Team gewinnt das spannende Endspiel in Kirchlengern mit 86:81. Erst gibt es eine Sektdusche, danach die Fortsetzung im Garten des Trainers.

Sektdusche und anschließende Feier im Garten des Trainers: Die Basketballer des TuS Lübbecke haben den Sommer-Pokal gewonnen. In einer spannenden Finalbegegnung setzten sich die Mannen von Coach Kenschner mit 86:81 gegen Kirchlengern durch.

Das Finale des Sommerpokals 2017 stand für beide Mannschaften unter einem guten Stern, da die Meldebögen auf beiden Seiten prall gefüllt waren. Als unterklassige Mannschaft startete Kirchlengern nicht nur mit Heimrecht, sondern auch mit einem beachtlichen 20-Punkte Vorsprung. Im ruppig geführten Spiel sollte dieser aber auch bis zum äußersten ausgereizt werden, was die zahlreich angereisten Zuschauer mitnahm auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Das erste Viertel war geprägt von schnellem Spiel auf beiden Seiten. Die Lübbecker verteidigten gut und gestatteten den Hausherren mit einem Dreipunktewurf und einem Feldkorb plus Freiwurf lediglich zwei erfolgreiche Aktionen. Somit war der Vorsprung nach den ersten zehn Minuten beim 26:16 schon halbiert, was nicht zuletzt an den neun Punkten von Gästeakteur Buschmann lag.

Auf beiden Seiten fingen nun kleinere Sticheleien an, was von den Schiedsrichtern kaum unterbunden wurde. Lübbecke konnte den Rückstand weiter verkleinern, speziell Heide nutzte seine freien Würfe jenseits der Dreierlinie. Nur Halbzeit lag Kirchlengern noch mit 45:40 vorn.

Die Veränderungen des Lübbecker Coaches zwischen einer aggressiven Press- und einer normalen Verteidigung, die langen Taktikeinheiten und die personelle Vielseitigkeit in der Mannschaft sollten sich auszahlen. Meißel durch starke Manöver in Richtung Brett und Haake aus der Distanz beteiligten sich zum 63:63 Zwischenstand.

Der Spielstand war egalisiert, die Pflicht schien erfüllt. Das letzte Viertel sollte für den Favoriten zur Kür werden - doch Kirchlengern schlug mit einem 7:0 Punktelauf zurück. Dieser kostete aber offensichtlich viel Kraft, da die Verteidigung der Gastgeber nun immer einen Schritt zu langsam war und vor allem den gut aufgelegten Hohmeier nicht mehr, beziehungsweise nur zu spät zu greifen bekam. Wie der Rest des Teams konnte er an der Freiwurflinie glänzen.

"Ich habe schon viele Spiele beim TuS Lübbecke gespielt und gesehen, aber für gewöhnlich verlieren wir Spiele an der Freiwurflinie. Das war diesmal zum Glück nicht der Fall", freute sich Sponsor Hardy Grewing, der miterlebte, wie die Männer vom Wiehen stetig punkteten und in der 38. Minute gewonnene Führung nicht mehr her gaben.

Entsprechend groß war die Freude bei den Lübbeckern, als nach den packenden 40 Minuten der Pokal hochgehalten werden konnte. Nicht nur, weil es für viele den ersten Titelgewinn im Lübbecker Dress bedeutete, sondern auch, weil Coach Kenschner den Spielern die beste Teamleistung der letzten Monate attestierte. Die obligatorische Sektdusche in der Halle war nur der Anfang einer gelungenen Pokalfeier, die im Garten des Trainers ihre Fortsetzung fand.

"Gewinnen macht nun einmal Spaß", resümierte Kenschner, "zumal wir den Wettbewerb und die Euphorie nun mit in die Saisonvorbereitung nehmen können".

Es siegten und punkteten beim TuS Lübbecke: Fedrau (0/2 Freiwürfen) Haake (3 Punkte, 1 Dreier), Heide (9 P, 3/4 FW, 2 D), Buschmann (17 P, 3/9 FW), Hohmeier (14 P, 4/6 FW), Peters, Meißel (18 P, 4/6, 3 D), Köstring (14 P, 8/10 FW), Klassen (2P), Isotow, Diekmeyer (9P, 5/5 FW) .

© 2017 Neue Westfälische - Bielefelder Tageblatt