Dunks und heiße Tanzschritte

21.06.2011 14:00:00 | Lars Lottermoser

24-Stunden-Basketballturnier im SZ Nord: "Bad Oeynhausen Baskets" locken 600 Zuschauer zum Sport-Event

Basketball-Fest im Schulzentrum Nord: Das 24-Stunden-Turnier der "Bad Oeynhausen Baskets" hat am Wochenende tolle Spiele und ein buntes Rahmenprogramm geboten. Die insgesamt 600 Besucher und zahlreichen Mannschaften kamen voll auf ihre Kosten.

"Wir wollen den Basketball in Bad Oeynhausen fördern und auch auf unseren Verein aufmerksam machen. In den kommenden Jahren haben wir einiges vor: Die erste Herrenmannschaft soll den einen oder anderen Aufstieg feiern. Die Jugend wird im großen Stil gefördert. Dafür brauchen wir auch die Unterstützung von Sponsoren und Gönnern", unterstrich Organisator Daniel Sommer, Abteilungsleiter der Baskets (1. BSV Wulferdingsen), worum es beim Turnier mit Event-Charakter vornehmlich ging. Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann fand ausschließlich lobende Worte für den Einsatz von Sommer und seinem Organisatorenteam: "Es ist toll, dass die Leute hier etwas eigenständig in die Hand nehmen, um den Sport in unserer Stadt zu fördern. Als Schüler habe ich auch Basketball gespielt", sagte das Stadtoberhaupt, während es sich beim Korbwurf versuchte.

18 Mannschaften aller Altersklassen, von nah und fern angereist, präsentierten von Samstag bis Sonntag (15 bis 15 Uhr) ihre Ballkünste. Sieg oder Niederlage standen nicht im Fokus, einzig der Spaß am Basketball zählte. Untermalt wurde das rege Treiben auf dem "Court" durch heiße Hip-Hop-Rhythmen, die aus den Boxen dröhnten – die Atmosphäre konnte auch einen Nicht-Basketballfan in ihren Bann ziehen.

Eine besondere Show zauberte die Herrenmannschaft "whatever" aufs Parkett: Mit krachenden Dunkings, feinen Spielzügen und dem ein oder anderen sehenswerten Zuspiel versetzte das Team um die Regionalliga-Spieler Geno Nesbitt und Chartrael Hall die Zuschauer immer wieder ins Staunen.

"Just playin' around, just havin' fun", brachte US-Amerikaner Hall von der BBG Herford das Motto des Turniers auf den Punkt – "einfach nur spielen, einfach nur Spaß haben" war angesagt. Für seinen Teamkollegen Nesbitt, der mit krachenden Dunks zum Herrn der Lüfte avancierte, war die Teilnahme einen Tag nach dem Auftakttraining mit der BBG, Ehrensache: "So etwas ist perfekt. Toll, dass die Kinder eingebunden werden. Es ist extrem wichtig, unseren Sport auch in dieser Region zu fördern."

Und die Heranwachsenden hatten wahrlich ihren Spaß. Auch sie zeigten in ihren Wettkämpfen, dass in ihnen großes Potenzial in Sachen Basketball schlummert – es muss lediglich geweckt werden, wobei die Bad Oeynhausen Baskets Pionierarbeit leisten wollen.

"Eine super Veranstaltung. Es macht riesig Spaß, selber zu spielen und nebenbei auch den Großen zuzuschauen", meinten die Portaner Edwin, Florian, Constantin (alle 12 Jahre) und Christopher (9) unisono. Das Quartett lief in Trikots der Vorbilder aus der nordamerikanischen Profiliga NBA auf. Prunkvolle Namen wie Allen Iverson, Paul Pierce und natürlich von Legende Michael Jordan zierten ihre Rücken. Auf der aufblasbaren Hüpfbahn konnten sich die Kinder derweil austoben und präsentierten rasante Flugeinlagen – wie die Großen unter den Körben.

Für strahlende Augen sorgte auch das Rahmenprogramm: Die Akrobatikgruppe des 1. BSV Wulferdingsen, wie gewohnt ein Traum in Rosa, eröffnete den Turniertag mit einer grazilen und atemberaubenden Kür. Auch die Jump-Style-Tänzer Jan-Hendrik Kohlmeier, Maximilian Schröder, Marco Hoekstra und Marian Matthe von der Tanzschule Matthe zogen die Besucher in ihren Bann.

Ein Feuerwerk der Tanzkunst brannten die Hip-Hop-Tänzer der TG Werste ab. Insgesamt drei Gruppen "rockten" die gut gefüllte Halle mit heißen Rhythmen. Den krönenden Abschluss bildete das Aushängeschild des Vereins, die Tanzgruppe "V2" um ihren Coach Ryan White. Der war nach der Choreographie außer Atem, aber auch ob der super Kulisse fast sprachlos: "Das war der Hammer. Die Leute sind toll mitgegangen. Basketball und Hip-Hop sind halt zwei Dinge, die miteinander verbunden sind."

Dass es auch im kommenden Jahr ein 24-Stunden-Turnier in Bad Oeynhausen geben wird, scheint beschlossene Sache zu sein. Organisator Daniel Sommer: "Wir werden alles daran setzen. Es hat riesig viel Spaß gemacht, aber jetzt brauche ich erst einmal eine Pause." 24 Stunden Basketball nonstop zehren halt auch an den Kräften. Der Aufwand hat sich jedoch gelohnt: Basketball hat das Potenzial, eine Marke in Bad Oeynhausen zu werden.

© 2011 Westfalen-Blatt
Text + Foto: Dennis Pape